Erbrecht: Ein Sportwagen für den Erbverzicht

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Erbrecht: Ein Sportwagen für den Erbverzicht

Mit einer klugen Gestaltung lässt sich im Erbrecht nicht nur viel Ärger vermeiden, sondern auch Geld sparen. Eine gute Beratung lohnt sich im Erbrecht daher allemal.

Diese dürfte in einem wirklich kuriosen Fall wohl nicht erfolgt sein. Denn ein Vater versprach seinem gerade volljährig gewordenen Sohn einen Sportwagen, wenn dieser im Gegenzug auf sein Erbe verzichte. Der autoverliebte Sohn nahm diesen Vorschlag an. Der Vertrag wurde beim Notar besiegelt.

Der Sohn bereute daraufhin seinen Erbverzicht. Das Oberlandesgericht Hamm gab ihm – so wie die Erstinstanz auch – Recht (OLG Hamm, Urteil v. 08.11.2016 – 10 U 36/15). Es sah in dem Erbverzicht ein sittenwidriges „erhebliches Ungleichgewicht zu Lasten des Sohnes“. Den Sportwagen hätte der Sohn nämlich erst mit Vollendung des 25. Lebensjahres und dem bis dahin enstandenen Wertverlust erhalten. Zudem war vereinbart, dass die Meisterprüfung zum Zahntechniker mit „sehr gut“ absolviert hätte werden müssen.

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